Rollatoren

Dank der modernen Medizin erreichen Menschen des 21. Jahrhunderts im weltweiten Durchschnitt 72 Jahre. In Deutschland ist die Lebenserwartung im letzten Jahrzehnt sogar auf 82 Jahre angestiegen. Grundsätzlich wäre das ein Grund zur Freude, doch nehmen im steigenden Alter auch Mobilitätseinschränkungen zu, die den Alltag erschweren. Je größer diese Einschränkung ist, umso höher ist auch die Frustration über die beschnittene Lebensqualität. Denn keiner möchte sein Leben eingesperrt in den eigenen vier Wänden verbringen.

Abhilfe schaffen hierbei mobile Gehhilfen, sozusagen Rollatoren, die Ihnen Stabilität und Sicherheit im Alltag bieten. Mit ihnen gestaltet sich der Weg zu Ihrem Lieblingscafé wesentlich einfacher als mit kräftezerrenden Gehstöcken, die mühevoll angehoben werden müssen. Rollatoren bieten Ihnen jedoch nicht nur Mobilität, sondern je nach Modell auch eine Sitzmöglichkeit, mit der Sie sich unterwegs in Ruhe entspannen können, wenn der Bus oder die Straßenbahn mal wieder auf sich warten lässt. » Weiterlesen

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Welche Arten von Rollatoren gibt es?

Grundsätzlich können Rollatoren in Standardausführungen, Leichtgewichtrollatoren sowie in faltbar und nicht faltbar unterschieden werden. Zudem existieren Varianten, die sich vorwiegend für den Indoor- oder Outdoorbereich eignen.

Der Standard-Rollator besitzt insgesamt vier Reifen und zwei Griffe mit Bremsen, die der Stabilität dienen. Je nach Modell sind die Gehilfen mit zusätzlichen Körben und einer Sitzfläche ausgestattet. Die Standardausführung ist mit rund 10 Kilogramm zwar relativ schwer, dafür aber auch äußerst robust.

Die Leichtgewichtrollatoren weisen zumeist nur ein Gewicht von fünf bis zehn Kilogramm auf, wodurch sie sich leichter über Bordsteine oder andere Hindernisse bewegen lassen. Sie werden in der Regel aus Aluminium oder Carbon gefertigt und können trotz ihrer Leichtbauweise zum Teil bis zu 150 kg tragen.

Faltbare Rollatoren eignen sich vor allem, wenn Sie wenig Platz besitzen, um die Alltagshilfe sinnvoll in Ihrem zu Hause zu verstauen, oder wenn Sie gern auf Reisen sind. Die faltbaren Exemplare werden in Quer- und Längsfalter unterschieden. Die Querfalter lassen sich mittig von den Vorderrädern zu den Hinterrädern zusammenfalten. Der Nachteil dieser Methode besteht darin, dass der zusammengeklappte Rollator schnell wegrollt und er trotz komprimierter Form immer noch recht sperrig ist. Ein großer Vorteil wiederum sind die recht günstigen Anschaffungskosten.

Längsfalter werden, wie der Name bereits verrät, mittig zusammengeführt, sodass die linken Rollen sich mit den rechten im Zentrum treffen. Diese Modelle sind vorwiegend in Verbindung mit Leichtgewichtgestellen anzufinden. Zum Zusammenklappen greifen Sie mit einer Hand die Schlaufe in der Mitte des Rollators und er faltet sich fast von selbst zusammen. Ein großer Pluspunkt der Längsfalter besteht darin, dass er einen sicheren Stand besitzt und nicht gegen ein Möbelstück gelehnt werden muss.

Zu guter Letzt existieren Indoor-Rollatoren und Outdoor-Rollatoren, die jeweils spezielle Eigenschaften mit sich bringen. Die Wohnungsrollatoren sind für den Einsatz in den eigenen vier Wänden konzipiert, weshalb sie in erster Linie eine wesentlich schmalere Bauweise besitzen, mit der enge Türöffnungen oder Durchgänge bequem passiert werden können. Durch das geringe Eigengewicht sowie die kleineren Rollen schonen Indoor-Rollatoren Ihre Teppiche und andere Bodenbeläge. Für den Transport Ihrer Speisen weisen diese Alltagshilfen Körbe oder Taschen sowie ein abnehmbares Tablet auf.

Die Outdoor-Rollatoren werden für einen komfortablen Einsatz in Außenbereichen, wie Parkanlagen und Straßenzüge, hergestellt. Daher ist der Abstand zwischen Vorder- und Hinterrädern größer, wodurch eine höhere Stabilität erreicht wird. Durch die Verwendung größerer Rollen lassen sich Unebenheiten oder Hindernisse, wie z.B. Bordsteinkanten und Wurzeln, leichter passieren als mit kleineren Exemplaren. In der Regel findet sich an Geländerollatoren eine PU-Bereifung, die durch eine leichte Federung Stöße abmildert und dadurch die Handgelenke schont. Die Outdoor-Rollatoren besitzen zudem eine Sitzfläche, auf der Sie entspannt das Treiben im Park genießen oder, falls nötig, eine Pause einlegen können. Zusätzlich zu seinen speziellen Eigenschaften weisen die Rollatoren Körbe, Taschen oder Netze auf, in denen Sie Ihre Einkäufe bequem verstauen.

Der richtige Umgang mit einem Rollator

Ein Rollator verhilft Ihnen zu mehr Mobilität im Alltag. Doch ist gerade der richtige Umgang mit der Gehhilfe entscheidend, um Haltungsschäden und Verspannungen vorzubeugen. Wenn Sie sich einen neuen Rollator gekauft haben, muss zuerst die richtige Höhe eingestellt werden. Dafür begeben Sie sich in aufrechter Haltung in den Rollator und lassen Ihre Arme entspannt hängen. Die Höhe Ihrer Handgelenke ist nun das Maß, auf das die Griffe festgestellt werden. Das Gehen mit dem Rollator erfolgt, indem Sie sich zwischen die Hinterräder stellen, die Schiebegriffe ergreifen und mit dem Rollator nach vorn laufen. Achten Sie dabei stets auf eine gerade Haltung. Wenn Sie zu weit nach vorn gebeugt laufen, belasten Sie zusätzlich Ihre Hals- und Lendenwirbelsäule, was vermieden werden sollte.

Bordsteinkanten oder andere Hindernisse lassen sich mit der richtigen Technik leicht überwinden. Fahren Sie dazu mit den Vorderreifen beispielsweise an die Bordsteinkante heran. Treten Sie mit einem Fuß vorsichtig auf die Stufenhilfe bzw. Ankipphilfe Ihres Rollators und ziehen Sie die Handgriffe zu sich. Dadurch heben sich die Vorderreifen über die Kante und Sie können im Rollator das Hindernis überqueren. Sollte Ihr Rollator keine Stufenhilfe oder Ankipphilfe besitzen, gehen Sie prinzipiell ähnlich vor. Fahren Sie auch in diesem Fall so dicht wie möglich an das Hindernis oder die Bordsteinkante heran. Betätigen Sie beide Bremsen und ziehen Sie die Handgriffe zu sich nach hinten. Dadurch heben sich die Vorderreifen und das Hindernis kann leicht überwunden werden.

Eine der wichtigsten Funktionen im Alltag ist mit Sicherheit das kurzzeitige Ausruhen auf dem Rollator selbst. Dazu steht Ihnen eine Sitzfläche zwischen den Handgriffen zur Verfügung. Wenn Sie eine kurze Pause machen wollen, müssen Sie im ersten Schritt die Feststellbremsen der Gehilfe betätigen, um ein Wegrollen zu verhindern. Im Anschluss stellen Sie sich mit dem Rücken zwischen die Handgriffe und ergreifen diese. Setzen Sie sich daraufhin vorsichtig und leicht nach vorn gebeugt auf den Rollator, um eine kurze Pause einzulegen.

Wer übernimmt die Kosten für einen Rollator?

Prinzipiell übernehmen Krankenkassen bei einer ärztlichen Verordnung den Großteil der Kosten für Standardrollatoren. Die zu entrichtenden Eigenkosten entsprechen entweder 10 % des Gesamtbetrages oder bei teureren Modellen maximal 10 €. Des Weiteren können sich Patienten, die bei einer Zuzahlung über die jährliche Belastungsgrenze von 2 % fallen, sich von dem Eigenanteil befreien lassen. Dasselbe gilt im Falle von chronischen Erkrankungen. Hier liegt die jährliche Belastungsgrenze bei 1 % des Bruttoeinkommens.

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