Kniebandagen

Das Knie gehört zu den größten Gelenken des menschlichen Körpers und besitzt den wohl kompliziertesten Aufbau. Gerade beim Sport werden Menisken, Kreuzbänder, Knorpel, Kniescheiben und Gelenkkapseln hohen Belastungen ausgesetzt, die das Knie kompensieren muss. Durch den schnellen Wechsel zwischen Beweglichkeit und Standfestigkeit ist das Verletzungsrisiko dementsprechend groß. Bänderrisse, Zerrungen der Menisken oder Verdrehungen des Knies sind bei sportlich aktiven Menschen daher keine Seltenheit. Kniebandagen helfen nicht nur bei der Genesung, sondern auch bei der Prävention von Verletzungen. Sie stabilisieren und schützen zugleich das Gelenk, sodass schwerwiegende Erkrankungen des Knies vermieden werden. » Weiterlesen

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Wann wird eine Kniebandage benötigt?

Eine Bandage für das Knie ist immer dann notwendig, wenn Schmerzen und somit Einschränkungen im Bewegungsapparat auftreten. Diese äußern sich bei den Betroffenen zumeist durch akute Schmerzen im Gelenk, die den Alltag deutlich erschweren. Des Weiteren dienen Kniebandagen auch als Reha-Hilfsmittel, beispielsweise nach Bänderabrissen, schweren Verletzungen des Meniskus oder nach operativen Eingriffen. Doch auch für Sportler kann das Tragen einer Kniebandage sinnvoll sein. Durch die stützende Funktion werden Überlastungen des Gelenkes vermieden und somit Überdehnungen der Bänder und Zerrungen der Muskulatur entgegengewirkt.

Wie wirkt eine Kniebandage?

Eine Kniebandage weist im Grunde die gleiche Wirkungsweise wie eine Handbandage auf. Sie besteht zumeist aus einem Kompressionsgestrick und Pelotten, die beispielsweise die Kniescheibe in ihrer Position halten. Eine Bandage fürs Knie liegt stets eng am Gelenk an, wodurch die Muskulatur angeregt wird und ein Massageeffekt entsteht.

Wie bei den Handgelenkbandagen existieren auch bei den Kniebandagen unterschiedliche Modelle, die je nach vorliegender Symptomatik das Gelenk mehr oder weniger stark stützen. Die einfache Kniebandage besitzt eine Schlauchform und wird überwiegend nach der Abnahme eines Gipsverbandes oder zur Behandlung von Arthrose und Arthritis verwendet. Doch kann sie durch ihr flaches Design auch wunderbar unter Knieschützern beim Skaten getragen werden.

Die Patella-Kniebandage sorgt, wie der Name erahnen lässt, für eine Stabilisierung der Kniescheibe. Sie hilft vor allem bei vorangegangenen Verdrehungen des Knies, Bänderüberdehnungen, Kniegelenkdistorsionen und vielen weiteren Erkrankungen. Sie besitzt ebenfalls eine Schlauchform und zeichnet sich durch eine Pelotte aus, welche die Patella umschließt. Dadurch erhält die Kniescheibe eine sichere Position, sodass der normale Bewegungsablauf des Knies erhalten bleibt. Zusätzlich weisen die meisten Patella-Kniebandagen seitliche Stützstreben auf und können zum Teil durch einen elastischen Gurt optimal an das Kniegelenk angepasst werden.

Im Unterschied zu den Kniebandagen werden Knieorthesen nur bei starken Beschwerden, beispielsweise nach operativen Eingriffen, Brüchen oder starken Instabilitäten eingesetzt. Die Knieorthese ähnelt in ihrer Form der Patella-Kniebandage, nur besitzt sie keine elastischen, seitlichen Stützstreben, sondern robustere, die für eine optimale Stützfunktion sorgen. Je nach Modell lassen sich die Stützschienen in ihrem Bewegungsradius einstellen, sodass gerade nach operativen Eingriffen das Gelenk ruhiggestellt werden kann. Mithilfe mehrerer Gurte lassen sich die Orthesen zusätzlich justieren, um die perfekte Passform zu erreichen.

Zu guter Letzt existiert noch das Patellasehnen-Band, das der gezielten Entlastung der Patellasehne dient. Es besteht aus einem elastischen Material, das in Form eines schmalen Bandes unter der Kniescheibe angebunden wird.

Abgesehen von der Knieorthese können alle Kniebandagen auf die gleiche Weise angelegt werden. Am Anfang sind etwas Übung und Geduld gefragt, weil die richtige Positionierung der Bandage häufig neu angepasst werden muss, ehe die mit der Zeit gewonnene Erfahrung das Anziehen erleichtert. Am einfachsten lässt sich eine Kniebandage mit oder ohne elastischen Stützstreben im Sitzen umgestülpt anlegen. Dazu ziehen Sie den zur Hälfte umgestülpten Schlauch am Unterschenkel hoch, bis die Patella-Pelotte unter der Kniescheibe sitzt. Danach krempeln Sie die verbleibende Hälfte nach oben und versichern sich, dass die Patella-Pelotte die Kniescheibe vollständig umschließt und die seitlichen Stützstreben dem Verlauf der Muskulatur folgen. Laufen Sie daraufhin ein paar Schritte. Wenn nichts drückt, ist die Bandage richtig angelegt.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Bandagen?

Prinzipiell übernehmen Krankenkassen nicht den vollen Betrag für eine Bandage oder eine Orthese. Jedoch wird der größte Anteil der Kosten für orthopädische Hilfsmittel wie Bandagen von den Krankenkassen übernommen. Sie selbst bezahlen lediglich einen Eigenanteil, der entweder 10 % des Gesamtbetrages entspricht oder bei maximal 10 € liegt.

Grundvoraussetzung dafür ist eine entsprechende Verordnung Ihres Arztes, im Bestfall eines Orthopäden. Dieser schreibt Ihnen ein Rezept, beispielsweise bei Distorsionen, chronischen Reiz-Ergüssen, Schwellungen und vielem mehr. Mit diesem gehen Sie zum Sanitätshaus Ihres Vertrauens und reichen das Rezept ein. Selbstverständlich nimmt auch das Sanitätshaus Burg Ihre ärztlichen Verordnungen an und reicht diese bei Ihrer Krankenkasse ein. Die Erstattung der Krankenkasse wird anschließend mit den Kosten des Hilfsmittels verrechnet, sodass Sie sich viel Zeit sparen und schnell genesen können.

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