Der Transport von Hilfsmitteln im Auto stellt Pflegekräfte sowie Personen mit eingeschränkter Mobilität häufig vor Herausforderungen. Das Sanitätshaus Burg gibt Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie Hebe- und Liftsysteme, Tragehilfen, Rutschmatten sowie Transferbretter sicher und platzsparend im Auto unterbringen – für mehr Sicherheit und Komfort während der Fahrt.
Inhaltsverzeichnis:
- Ein Überblick: Welche Hilfsmittel werden im Auto transportiert?
- Tipps für den Transport von Hilfsmitteln im Auto
- Rechtliche Aspekte und Sicherheit beim Transport von Hilfsmitteln
- Praktische Tipps für den Alltag
- Mit dem Sanitätshaus Burg zum Hilfsmittel für den Alltag
- FAQs
Ein Überblick: Welche Hilfsmittel werden im Auto transportiert?
In der Pflegepraxis kommen unterschiedliche Rehahilfsmittel zum Einsatz, die je nach Bedarf und Einsatzsituation verschiedene Vorteile bieten. Zu den am häufigsten genutzten Geräten gehören Rollatoren, Rollstühle, Outdoor-Rollatoren sowie elektrische Rollstühle.
Im Sanitätshaus Burg beraten wir Sie zu den spezifischen Details der Hilfsmittel, damit Sie das für Ihre Bedürfnisse das am besten geeignete Gerät finden. Denn jedes Hilfsmittel weist seine eigenen Anforderungen auf, die sowohl bei der Auswahl als auch beim Transport berücksichtigt werden müssen. Zur besseren Orientierung haben wir die wesentlichen Merkmale der verschiedenen Hilfsmittel einmal zusammengeführt:
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Eigenschaften |
Rollator |
Rollstuhl |
Outdoor-Rollator |
elektrischer Rollstuhl |
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Verwendungszweck |
Unterstützung beim Gehen |
Sitzhilfe und Fortbewegung |
Fortbewegung auf unebenem Terrain |
elektrische Mobilität |
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Gewicht |
leicht (ca. 6–10 kg) |
schwerer (ca. 15–30 kg) |
leicht (ca. 6–10 kg) |
sehr schwer (ca. 40–70 kg) |
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klappbar |
Ja |
je nach Modell |
Ja |
je nach Modell |
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Platzbedarf |
gering |
hoch |
mittel |
sehr hoch |
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geeignet für |
Gehbehinderte mit leichter Einschränkung der Mobilität |
Personen mit eingeschränkter Mobilität |
unwegsames Gelände, Spaziergänge |
Personen mit schwereren Mobilitätsproblemen |
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Transport im Auto |
einfach |
bedarf oft zusätzlicher Hilfsmittel oder eines Liftsystems |
einfach |
erfordert ein Liftsystem und große Stauräume |
Tipps für den Transport von Hilfsmitteln im Auto
Verladen eines Rollators
Der Transport eines Rollators ist in der Regel unkompliziert. Im Sanitätshaus Burg zeigen wir Ihnen, wie Sie den Rollator sicher und effizient im Auto verstauen. Klappen Sie dazu den Rollator zusammen und entfernen Sie vorab alle abnehmbaren Teile wie Körbe oder Taschen, um den Platz im Fahrzeug optimal zu nutzen.
Als Stauraum kommen entweder der Kofferraum oder die Rücksitzbank infrage. Fixieren Sie den Rollator dabei mit Antirutschmatten oder Sicherheitsgurten, um eine sichere Position während der Fahrt zu gewährleisten.
Vorteile eines Liftsystems als Pflegetransferhilfe
Für den Transport von Rollstühlen, vor allem bei elektrischen Rollstühlen, ist ein Liftsystem eine wertvolle Unterstützung. Es reduziert den körperlichen Aufwand beim Verladen und bietet gleichzeitig Komfort und Sicherheit für die Pflegeperson und den Pflegebedürftigen.
Die Vorzüge eines Transferlifts:
- physische Entlastung: Ein Liftsystem übernimmt den größten Teil des Hebeaufwands, was die Belastung für die Pflegeperson deutlich verringert.
- Sicherheit: Das System sorgt dafür, dass der Rollstuhl während der Fahrt sicher und stabil positioniert bleibt, um Beschädigungen oder Unfälle zu vermeiden.
- Komfort für den Rollstuhlfahrer: Mit einem Liftsystem wird der Rollstuhl mühelos in das Fahrzeug gehoben, sodass der Pflegebedürftige in einer bequemen und sicheren Position reist.
Verschiedene Arten von Liftsystemen
Es gibt eine Vielzahl von Liftsystemen, die auf unterschiedliche Fahrzeugtypen und Rollstuhlarten zugeschnitten sind:
- Kofferraum-Liftsysteme sind speziell für den Kofferraum entwickelt und ermöglichen ein einfaches Verladen von faltbaren Rollstühlen in kleinere Fahrzeuge. Besonders elektrische Rollstühle profitieren von der Komfortfunktion dieser Systeme, da sie das Anheben wesentlich erleichtern.
- Heckträger-Liftsysteme werden am Heck des Fahrzeugs montiert und stellen eine platzsparende Möglichkeit dar, den Rollstuhl außerhalb des Fahrzeugs mitzunehmen. Sie sind ideal für Fahrzeuge mit begrenztem Platzangebot im Inneren.
- Liftplattformen eignen sich für größere Fahrzeuge wie Vans oder Kombis und bieten eine effiziente Lösung, um starre Rollstühle inklusive Anwender zu transportieren. Sie lassen sich bequem im Fahrzeugboden integrieren und ermöglichen einen sanften und sicheren Transport.
- Hydraulische Liftsysteme sind für schwere Rollstühle und Elektro-Mobilitätshilfen gedacht. Sie kommen zum Einsatz, wenn herkömmliche Liftsysteme aufgrund des Gewichts des Rollstuhls nicht ausreichen.
Rechtliche Aspekte und Sicherheit beim Transport von Hilfsmitteln
Für den sicheren Einsatz von Transferhilfen gelten gesetzliche Bestimmungen, die sowohl für das Pflegepersonal als auch für den Pflegebedürftigen von Bedeutung sind:
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Sicherungspflicht
Gemäß der StVO müssen alle Hilfsmittel und Pflegetransferhilfen während der Fahrt ordnungsgemäß gesichert werden. Hierzu gehören Sicherheitsgurte, Spanngurte oder spezialisierte Sicherungssysteme. -
Bußgelder bei Verstößen
Ein Verstoß gegen die Sicherungspflicht kann mit Bußgeldern von bis zu 75 Euro und weiteren Konsequenzen geahndet werden. Daher ist es wichtig, dass alle Geräte stets ordnungsgemäß verstaut sind. -
Wartung und Prüfung
Prüfen Sie, ob alle Transferhilfen regelmäßig gewartet und auf ihre Sicherheit kontrolliert werden, um sowohl den Pflegebedürftigen als auch das Pflegepersonal während der Fahrt und der Benutzung zu schützen.
Praktische Tipps für den Alltag
Rampen für den Ein- und Ausstieg
Rampen sind eine praktikable Lösung, um Rollstühle und größere Hilfsmittel ohne körperliche Überlastung zu verladen. Die meisten Rampen lassen sich mehrfach ausfahren und platzsparend zusammenfalten, sodass sie nach Gebrauch einfach verstaut werden können. Sie bieten dadurch eine sanfte und stabile Möglichkeit, die Hilfsmittel in das Fahrzeug und wieder hinaus zu befördern.
Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten für Transferhilfen für die Pflege
Die Kosten für den Kauf von Transferhilfen und deren Integration ins Fahrzeug variieren erheblich. Allerdings gibt es Fördermöglichkeiten und Zuschüsse, die den Erwerb und die Nutzung von Transferhilfen erleichtern.
Viele Krankenkassen und soziale Einrichtungen bieten spezielle Förderprogramme an, die Pflegebedürftige und deren Familien bei der Finanzierung von Liftsystemen, Fahrzeugumbauten und Transporthilfen unterstützen. Wir raten Ihnen, sich bei der zuständigen Krankenkasse oder den sozialen Trägern nach den finanziellen Unterstützungsangeboten zu erkundigen.
Kraftfahrzeughilfe (Kfz-Hilfe) nach § 83 SGB IX
- Förderumfang: Zuschüsse bis zu 22.000 € für den Kauf oder Umbau eines Fahrzeugs, einschließlich Führerschein, Gutachten und Fahrdienst.
- Voraussetzungen: Berufstätigkeit (mindestens 15 Std./Woche), Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen aG und GdB 100, Fahrzeugwert mindestens 50 % des Neuwerts.
- Einkommensabhängigkeit: Der Zuschuss ist einkommensabhängig.
- Antragsstellung: Bei der Deutschen Rentenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung oder der Agentur für Arbeit.
Mit dem Sanitätshaus Burg zum Hilfsmittel für den Alltag
Die Wahl des richtigen Transfer- und Rehahilfsmittels ist ein wichtiger Schritt, den wir gerne mit Ihnen gemeinsam beschreiten. Ob faltbar, für den Outdoor-Einsatz oder besonders leicht – im Sanitätshaus Burg beraten wir Sie persönlich zu den verschiedenen Rollatoren und Rollstühlen.
Gemeinsam finden wir die Mobilitätshilfe, die perfekt in Ihr Fahrzeug passt und Ihren Bedürfnissen entspricht. Zudem stehen wir Ihnen bei Fragen zur Hilfsmittelversorgung und den dazugehörigen Anträgen mit Rat und Tat zur Seite. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren – im Sanitätshaus Burg sind wir jederzeit für Ihre Anliegen da.
FAQ
Welche Hilfsmittel eignen sich am besten für den Transport im Auto?
Für den Transport von Hilfsmitteln im Auto empfehlen sich leichte, faltbare Geräte sowie Rampen und kompakte Liftsysteme, die weniger Platz beanspruchen und sich problemlos verstauen lassen.
Wie kann ich sicherstellen, dass das Hilfsmittel während der Fahrt nicht verrutscht?
Nutzen Sie Sicherheitsgurte oder Spanngurte, um die Hilfsmittel sicher im Fahrzeug zu fixieren. Eine Antirutschmatte im Kofferraum sorgt für mehr Stabilität.
Was muss ich bei der Wahl des Fahrzeugs für den Transport von Transferhilfen beachten?
Wählen Sie ein größeres Fahrzeug wie einen Van oder Kombi, das ausreichend Platz für die Transferhilfen bietet. Wenn nötig, können Fahrzeugumbauten vorgenommen werden, um den Transport zu erleichtern.
Wie transportiere ich einen elektrischen Rollstuhl sicher im Auto?
Für den Transport eines elektrischen Rollstuhls empfehlen wir die Nutzung eines Liftsystems oder spezielle Verladehilfen. Diese reduzieren den körperlichen Aufwand und sorgen für eine sichere Fixierung des Rollstuhls.
Was ist beim Transport von Rollatoren zu beachten?
Klappen Sie den Rollator vor dem Transport zusammen und nehmen Sie sperrige Teile wie Körbe ab. Befestigen Sie den Rollator im Fahrzeug, um ein Verrutschen während der Fahrt zu verhindern.
Was mache ich, wenn das Auto zu klein für den Rollstuhltransport ist?
Falls Ihr Fahrzeug nicht ausreichend Platz bietet, hilft eventuell der Einsatz eines Heckträgers.
Sie benötige Hilfe und Unterstützung oder haben noch Fragen? Wir freuen uns auf Ihren Kontakt und beraten Sie gerne.