Bandagen

Im Alltag ist es geschwind passiert: Eine falsche Bewegung oder ein unachtsamer Schritt und schon ist der Fuß umgeknickt. Ob im Haushalt, beim Sport oder während der Arbeit - ein Gelenk kann sich schnell verdrehen oder bei andauernden Belastungen nachgeben. Die Folgen sind zumeist Entzündungen, überdehnte oder gerissene Bänder sowie Schwellungen. Mit Bandagen lassen sich die schlimmsten Symptome der Verletzungen abmildern, sodass die Bewältigung des Alltags leichter fällt und die Genesung rascher erfolgt. Doch Bandage ist nicht gleich Bandage. Je nach Art und Körperregion der Verwundung muss ein anderes Produkt angelegt werden, um das Gelenk perfekt zu schonen und in seinem Heilungsprozess zu unterstützen. Daher ist es nicht nur wichtig, die richtige Bandage zu kaufen, sondern auch auf die Qualität und die Eigenschaften dieser zu achten. » Weiterlesen

Seite 10 von 13
Artikel 271 - 300 von 390

Was ist eine Bandage und wann wird sie eingesetzt?

Bandagen sind in erster Linie orthopädische Hilfsmittel, die bei Beschwerden in den Gelenken oder größeren Körperregionen, wie beispielsweise dem Rücken, eingesetzt werden. Sie dienen dazu, Schmerzen, die durch Überlastungen, Verletzungen, Operationen oder im Laufe des Lebens auftreten, zu lindern oder gänzlich zu eliminieren. Bandagen werden je nach Schwere der Symptome entweder kurzzeitig, über einen längeren Zeitraum oder sogar dauerhaft von den betreffenden Patienten verwendet, um die Mobilität wiederherzustellen oder bestmöglich zu erhalten.

Ein weiterer Pluspunkt dieser praktischen Helfer: Je nach verletzter Körperregion sind sie für Fremde kaum wahrnehmbar, da sie zumeist unter der Kleidung getragen werden. Gerade Rückenbandagen, Knie- und Oberschenkelbandagen, aber auch Fußbandagen werden versteckt fast unsichtbar.

Wie wirkt eine Bandage?

Um die Wirkung einer Bandage voll zu entfalten, muss diese eng am Körper anliegen. Durch die entstehende Kompression wirkt sie stabilisierend und schützend auf die entsprechende Körperregion. Zusätzlich verbaute Schienen oder Polster unterstützen die Funktion des Gelenkes, ohne dieses in seiner Bewegungsfreiheit zu sehr einzuschränken. Häufig sind Knie- und Handgelenkbandagen so konstruiert, dass bestimmte Elemente entfernt werden können. So reagieren sie flexibel auf die veränderten Bedürfnisse während des Heilungsprozesses.

Woraus bestehen Bandagen?

Eine einfache Bandage besteht aus einem elastischen Kompressionsgestrick, das sich an die jeweilige Körperform anpasst und dadurch größtmögliche Bewegungsfreiheit bei zeitgleicher Stabilitätsförderung gewährleistet. In der Regel liegen die Bandagen eng an der Haut an, wodurch die umliegende Muskulatur aktiviert wird. Bewegt sich das bandagierte Gelenk, beispielsweise der Fuß, entsteht eine Wechselwirkung zwischen Kompressionsgestrick und Muskulatur. Dadurch wird das Weichteilgewebe des Gelenkes massiert. Umfangreichere Bandagen besitzen zusätzlich sogenannte Pelotten, speziell geformte Funktionselemente. Zumeist erscheinen sie in Form einer Polsterung, zum Beispiel am Innen- und Außenknöchel. Diese Pelotten schützen den Knochen vor Spannungsspitzen und fördern gleichzeitig den Massageeffekt. Letzteres ist besonders bei auftretenden Schwellungen von Vorteil, da diese durch die Anregung des Stoffwechsels schneller abklingen.

Modelle und Materialien von Bandagen

Jedes Gelenk oder jede Körperregion benötigt eine entsprechend angepasste Bandage. Deshalb unterscheiden sich die Modelle auch voneinander. Natürlich existieren nicht nur Bandagen für Erwachsene, sondern auch Kinderbandagen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen von Groß und Klein gerecht zu werden.

Während Rücken- und Leistenbandagen oftmals eher einem elastischen Band ähneln, sind Handgelenkbandagen vor allem der Art der Verletzung angepasst. Dabei ist die stützende Funktion überwiegend dem Gelenk selbst gewidmet. Je nachdem, ob Sehnen und Bänder ebenfalls betroffen sind, wird der Daumen in die Bandage integriert, um ein ungewolltes Abknicken des Gelenkes zu verhindern.

Hergestellt werden Bandagen stets aus einem elastischen Kompressionsgestrick, das sich perfekt an die Form des Gelenkes oder der Körperregion anschmiegt. Zumeist können sie mit einem Klettverschluss variabel eingestellt werden, sodass sie auch nach Abklingen einer Schwellung noch passen. Für Sportler existieren Materialien, die besonders atmungsaktiv oder selbst im Wasser tragbar sind, sodass trotz der Verletzung eine langwierige Trainingspause entfällt.